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Deutschland · Die Stadt, die nie zumacht

Berlin

Berlin hat keine Sperrstunde, keine Dresscodes und keine Eile. Die Cocktailbars gehören zu den besten Europas, die Clubs sind Weltkulturerbe der Nacht.

Nacht-Index 81 · 11 Bars, Clubs und Beach Clubs

Berlin beginnt spät. Wer um 22 Uhr in eine Bar geht, ist früh dran, wer um zwei Uhr in den Club will, kommt zur Hauptzeit. Die Stadt hat seit den Neunzigern keine Sperrstunde, und das prägt alles: Bars schließen, wenn der letzte Gast geht, Clubs öffnen freitags und schließen montags.

Die Barkultur ist in den letzten fünfzehn Jahren zu einer der besten Europas gewachsen. Zwischen Mitte, Kreuzberg, Neukölln und Charlottenburg findest du Speakeasys mit vierzehn Plätzen, Klassiker unter S-Bahn-Bögen und Bars, die mit fermentierten Zutaten arbeiten, ohne dass es nach Labor schmeckt.

Dazu kommt die Clubkultur: Berghain, Sisyphos, ://about blank, Kater Blau. Türpolitik ist hier kein Mythos, sondern Alltag. Wer entspannt, allein oder zu zweit und ohne Handy in der Hand ankommt, hat die besten Chancen. Und wer draußen bleibt, hat immer noch die beste Barnacht Europas vor sich.

Das Nacht-Profil

BarkulturClubsRooftopsStrandNachtlängePreis-LeistungEleganz
Cocktail
14 €
Bier
5 €
Club-Eintritt
20 €
Taxi nachts
18 €

Alles außer Anzug. Schwarz ist nie falsch, Sneaker sind Standard, Anstrengung wird an der Tür bestraft.

Die Nacht in Berlin

Von der ersten bis zur letzten Stunde.

Mai bis September für Rooftops und Open Airs, Oktober bis März für die Bars. Silvester und die Clubwochenenden an Feiertagen sind am vollsten.

  1. 18:00
    Aperitivo

    Sundowner auf dem Klunkerkranich, wenn die Sonne über Neukölln untergeht.

  2. 21:00
    Cocktail

    Buck and Breck, Velvet oder Bar Zentral. Reservieren, wo es geht.

  3. 00:00
    Zweite Bar

    Bar Tausend mit Live-Musik oder eine Kreuzberger Kneipe zum Umschalten.

  4. 02:00
    Club

    Berghain, Sisyphos oder Kater Blau. Jetzt ist die richtige Zeit für die Schlange.

  5. 06:00
    Sonnenaufgang

    Panorama Bar öffnet die Jalousien. Frühstück im Club oder am Landwehrkanal.

Mitte

Speakeasys hinter Klingelschildern, Hotelbars und die Bar Tausend unter der S-Bahn.

Kreuzberg

Kneipenkultur mit Cocktailanspruch rund um Oranienstraße und Görlitzer Bahnhof.

Neukölln

Die kreativsten Bars der Stadt, Klunkerkranich auf dem Parkdeck, Weserstraße als Barmeile.

Friedrichshain

Berghain, RAW-Gelände, Simon-Dach-Straße: laut, jung, lang.

Charlottenburg

Alter Westen mit Bar Zentral, Monkey Bar und klassischer Eleganz.

Gut zu wissen

Tipps für Berlin.

  • Bargeld mitnehmen: viele Bars und fast alle Clubs nehmen keine Karte.
  • Freitag- und Samstagnacht ist Berghain-Zeit ab zwei Uhr; sonntagnachmittags ist die Schlange kürzer und die Stimmung besser.
  • Späti-Kultur: Ein Bier vor dem Späti ist in Berlin ein legitimer Programmpunkt.
  • Nachtbusse und die Ringbahn fahren am Wochenende durch. Taxi-Apps funktionieren, sind aber gegen fünf Uhr knapp.

Häufige Fragen

Wie streng ist die Türpolitik in Berlin?

Streng, aber nicht unfair. Kleine Gruppen, ruhiges Auftreten, keine Handys in der Hand und ein echtes Interesse an der Musik helfen mehr als jede Kleidung.

Wann öffnen die Bars in Berlin?

Die meisten Cocktailbars ab 19 oder 20 Uhr, voll wird es ab 22 Uhr. Clubs öffnen um Mitternacht, die Hauptzeit ist zwischen zwei und sechs Uhr.

Was kostet ein Cocktail in Berlin?

In den besten Bars zwischen 13 und 16 Euro, in Kneipen ab 9 Euro. Club-Eintritt liegt zwischen 15 und 25 Euro.