Die besten Drinks Berlins stehen nicht nur in Bars, in denen man flüstern muss. Viele der stärksten Adressen sind zugleich die lockersten.
Berlin hat eine Eigenheit, die Besucher aus München oder Zürich überrascht: Gute Cocktailbars sind hier selten steif. Sneaker sind Standard, Anzüge die Ausnahme, und wer an der Bar sitzt, kommt mit dem Bartender ins Gespräch. Trotzdem gibt es Unterschiede. Manche Bars haben eine Klingel, eine Reservierungspflicht oder strenge Hausregeln. Dieser Beitrag sammelt die, in denen man einfach hereinkommt und sich wohlfühlt.
Was eine entspannte Cocktailbar ausmacht
- Kein Dresscode: Man kommt, wie man ist, auch in Turnschuhen.
- Laufkundschaft willkommen: Reservieren kann man, muss man aber nicht.
- Tresenplätze: Wer allein oder zu zweit kommt, sitzt an der Bar und schaut beim Mixen zu.
- Eine Karte zum Verstehen: klare Beschreibungen, dazu Klassiker, die man ohne Erklärung bestellen kann.
- Lautstärke zum Reden: Musik ja, Clubanlage nein.
Die Adressen
Green Door, Schöneberg. Seit 1995 an der Winterfeldtstraße, Retro-Tapeten, eine lange Bar, klassische Drinks ohne Schnörkel. Man klingelt an der grünen Tür, drinnen geht es locker zu, Kleidung ist egal.
100 GRAMM Bar & Lounge, Mitte. Am Weinbergsweg, zwei Minuten vom Rosenthaler Platz, mit kreativen Signature Drinks nach hausgemachten Rezepten, Espresso Martini und Gin Basil Smash. Die Bar versteht sich als Wohnzimmer am Rosenthaler Platz und öffnet laut Website täglich ab 16 Uhr, was sie auch für den frühen Abend interessant macht.
Bar Zentral, Charlottenburg. Holz, Messing, klassische Drinks in perfekter Ausführung und ein Publikum, das die Bar wie ein Wohnzimmer behandelt. Kein Konzept, nur Handwerk, und gerade deshalb so entspannt.
Velvet Bar, Neukölln. Einer der kreativsten Orte Europas für Cocktails, aber ohne Getue: ein kleiner, warmer Raum, saisonale Drinks mit Zutaten aus Brandenburg und ein Publikum in allem, was Neukölln so trägt.
100 GRAMM Vino, Mitte. Für alle, die zwischen Wein und Cocktail schwanken: Naturwein, Negroni Sbagliato und Espresso Martini im Innenhof oder Wintergarten des Circus Hotels.
Und die Bars mit Regeln?
Bars wie Buck and Breck mit vierzehn Plätzen an einem Tisch haben ihre eigenen Regeln: kein Stehen, keine Fotos, Ruhe am Tisch. Wer das mag, erlebt dort einen der besten Abende der Stadt. Wer lieber locker sitzt und lacht, ist in den Bars oben richtig. Wie man sich in beiden Welten bewegt, steht in unserer Bar-Etikette.
So wird der Abend entspannt
Früh kommen: Zwischen 19 und 21 Uhr bekommt man fast überall einen Platz am Tresen. Unter der Woche ausgehen: Dienstag und Mittwoch sind die besten Abende für Gespräche mit dem Bartender. Und nach einer Empfehlung fragen: Wer Spirituose und Richtung nennt, also frisch, bitter, stark oder süß, bekommt oft den besten Drink des Abends. Welcher Drink zu dir passt, verrät das Drink-Match.
Häufige Fragen
Welche Cocktailbars in Berlin sind die besten, wenn man es entspannt mag?
Green Door in Schöneberg, Bar Zentral in Charlottenburg, die 100 GRAMM Bar und 100 GRAMM Vino in Mitte sowie die Velvet Bar in Neukölln: gute Drinks, kein Dresscode, Laufkundschaft willkommen.
Kann man in Berliner Cocktailbars mit Sneakern gehen?
Ja. In Berlin sind Sneaker in fast allen Bars Standard. Nur einige Hotelbars erwarten Smart Casual.
Muss man Cocktailbars in Berlin reservieren?
Für entspannte Bars meist nicht, vor allem unter der Woche und vor 21 Uhr. Am Wochenende und für Gruppen lohnt sich eine Reservierung.






