baresia

Manieren

Bar-Etikette: Zehn Dinge, die gute Gäste anders machen

· 5 Minuten Lesezeit

Bartender erkennen gute Gäste in zehn Sekunden. Nicht an der Kleidung, sondern daran, wie sie bestellen, warten und zahlen.

Eine Bar ist ein Gastgeber-Ort, und Gäste, die das verstehen, bekommen die besseren Drinks. Nicht, weil Bartender nachtragend wären, sondern weil sie für Menschen, die zuhören, gern etwas mehr tun. Zehn Regeln, die überall gelten, von Berlin bis Ibiza.

1. Wissen, was man will, bevor man winkt

Wer den Bartender ruft und dann die Karte studiert, blockiert die Bar. Erst lesen, dann Blickkontakt, dann bestellen. In vollen Bars ist Blickkontakt die Bestellung, Winken und Rufen sind es nicht.

2. Drei Worte statt einer Karte

Spirituose, Richtung, Anlass: „Gin, frisch, vor dem Essen“ genügt in jeder guten Bar. Der Bartender macht daraus einen Drink, der besser passt als alles auf der Karte.

3. Nicht am Tresen telefonieren

Das Handy gehört in die Tasche, nicht auf den Tresen. Fotos vom Drink sind erlaubt, Blitz nicht, Videoanrufe nie.

4. Die Runde ist keine Bestellung

Wer für acht Personen bestellt, bestellt acht Mal denselben Drink oder lässt jeden selbst bestellen. Acht verschiedene Cocktails auf einmal legen die Bar für zehn Minuten lahm.

5. Trinkgeld

In Deutschland, Österreich und der Schweiz zehn Prozent oder aufrunden, in Spanien ist es freiwillig, aber bei Cocktails üblich. Bar ist besser als Karte, und ein Trinkgeld beim ersten Drink macht den zweiten besser.

6. Der Platz am Tresen ist ein Privileg

Wer am Tresen sitzt, redet mit dem Bartender und schaut zu. Wer nur die Tasche abstellen will, setzt sich an einen Tisch.

7. Wasser ist kostenlos, aber nicht selbstverständlich

Ein Glas Wasser zum Cocktail ist in guten Bars normal. Zehn Gläser Wasser ohne Drink sind es nicht.

8. Nicht mit dem Bartender flirten, wenn die Bar voll ist

Gespräche sind willkommen, wenn Zeit ist. Ab 23 Uhr an einem Samstag ist keine.

9. Der letzte Drink ist der letzte

Wenn der Bartender „letzte Runde“ sagt, meint er es. Wer nach der letzten Runde noch einen will, war schon zu lange da.

10. Bezahlen, wenn man geht, nicht wenn die Bar schließt

In Deutschland zahlt man am Ende, in Spanien oft pro Drink. Wer eine offene Rechnung hat, lässt die Karte an der Bar, nicht in der Hosentasche, wenn er tanzen geht.

Häufige Fragen

Wie viel Trinkgeld gibt man in einer Cocktailbar?

Im deutschsprachigen Raum zehn Prozent, in Spanien freiwillig, bei Cocktails ein bis zwei Euro pro Drink.

Wie bestellt man ohne Karte?

Spirituose, Richtung und Anlass nennen, zum Beispiel: Rum, stark, nach dem Essen.