Die Hotelbar ist die einzige Bar, die jeden Abend für Fremde gebaut wird. Deshalb ist sie so gut, und deshalb ist sie so unterschätzt.
Hotelbars haben ein Imageproblem: Man denkt an Klavier, Nüsse und Geschäftsreisende. Die Wirklichkeit in den guten Häusern ist eine andere. Die Ory Bar im Mandarin Oriental München, die Widder Bar in Zürich, die Roomers Bar in Frankfurt sind Bars, die in jeder Bestenliste stehen würden, wenn man das Hotel wegdenkt.
Warum sie so gut sind
Hotels können sich Bartender leisten, die anderswo eine eigene Bar hätten, und sie können sich Eis, Gläser, seltene Flaschen und Personal leisten. Die Bar muss nicht allein Geld verdienen, sie muss das Haus repräsentieren. Das führt zu Karten mit Klassikern, die perfekt sind, und Signature-Drinks, die das Haus tragen.
Kein Zimmer nötig
Fast alle Hotelbars sind für alle offen. Der Portier fragt nicht nach der Zimmernummer, sondern nach dem Tisch. Wer unsicher ist, geht durch die Lobby, als gehöre er dazu, und tut es damit.
Die beste Zeit
Zwischen 18 und 20 Uhr, wenn die Hotelgäste beim Abendessen sind und die Bar den Einheimischen gehört. Und nach 23 Uhr, wenn die Restaurants schließen und die Bar zum Wohnzimmer wird. Am Wochenende haben Häuser wie Roomers und 20up DJs und eine Tür.
Der Preis
Hotelbars sind teurer: 16 bis 24 Euro pro Cocktail sind normal. Dafür ist das Handwerk sicher, der Service schnell und das Sitzen bequem. Ein Drink in einer Hotelbar und zwei in einer Bar um die Ecke ist die beste Aufteilung eines Abends.
Die Hotelbars, die sich lohnen
München: Ory Bar. Zürich: Widder Bar und Kronenhalle Bar. Frankfurt: Roomers Bar. Hamburg: 20up im Empire Riverside. Düsseldorf: The View im Innside. Wien: Das Loft im SO/. Mallorca: Lío in Puerto Portals.
Häufige Fragen
Darf man in Hotelbars trinken, ohne dort zu wohnen?
Ja, fast alle Hotelbars sind für alle geöffnet.
Wann sind Hotelbars am besten?
Zwischen 18 und 20 Uhr und nach 23 Uhr, wenn die Hotelgäste beim Essen oder im Zimmer sind.






